To Be Number One

So lautet der englische Titel des höchstdotierten Turniers in Phuket – entsprechend hoch ist auch die Teilnehmerzahl und das Niveau.

In diesem Jahr gingen wieder über 80 Teams an den Start aus Phuket, Pang Nga, Krabi, Nakhon Si Thammarat, Pattalung und sicher noch anderen Städten aus dem Süden. Mit dabei auch zwei zweifache Jugendweltmeister: Condo aus Phuket (2013 Tir und Triplette) und eine junge Dame aus Krabi (2011 und 1013 Triplette). Beide überzeugten ja auch letzte Woche beim Masters in Krabi.


Zuerst wurde das Jugendturnier gestartet mit 27 Teams, verteilt auf 8 Poules. Sieger am späten Abend die Lokalmatadoren Russia (oben sitzend) und ihr Freund Few. Beide sind in meiner Rangliste vom Freitagabend in Saphan Hin immer unter den Besten acht.


Ich spielte wieder mit Alain (Chang) aus der Schweiz. Und diesmal hat es uns eiskalt erwischt. Im ersten Spiel im Poule – wir durften auf Platz 1 unter dem Dach spielen. Unser Gegner Muay, der sportliche Leiter des vereins und Poom, einziger Spieler aus Phuket, der sich zur Thai-Meisterschaft im April in Bangkok qualifiziert hatte. Da Vorrundenspiele immer nur bis 11 gespielt werden, kann ein Spiel nach 2 Aufnahmen beendet sein. Immerhin haben wir 6 Aufnahmen gespielt, das Resultat trotzdem 0:13. Und das, obwohl wir (fast) unsere Bestleistung abrufen konnten. Im Spiel Verlierer gegen Verlierer trafen wir auf Vater und Sohn aus  Nakhon Si Thammarat. Der Vater legte besser wie Chang und der 14jährige macht kein einziges Loch (ich verfehlte dreimal). Logische Konsequenz: 5:13.


Damit war für uns die Division 1 beendet, wir konnten das Mittagessen einnehmen und weitere zwei Stunden warten, bis es in Division 2 weiter ging. Erst ging mal wieder ein Monsunregen über uns nieder. Wir hatten Glück unter dem schützenden Dach war man wenigsten in der Mitte vor dem sturmgepeitschten Regen sicher.


Ich nutzte danach, als wieder die Sonne schien die Zeit, um eine neue Sportar  ein wenig kennen zu lernen: Wood Ball – derzeit ein Modesport in Thailand. Entsprechend gut gekleidet sind auch die Sportler. Aber darüber wird es einen extra Bericht geben.

Außerdem traf ich zu meiner Überraschung einen alten Bekannten aus Deutschland: Toan Tran aus Augsburg. Für Ihn, so erfuhr ich, ist Phuket seit 17 Jahren wie eine zweite Heimat. Toan ist derjenige, der viele Events (zuletzt das Hofgarten-Turnier) per Smartphone-Videos festhält und auf YouTube hoch lädt. Er war equippiert mit einem der guten Tireure aus Phuket und spielte, als wir nach Hause gingen, im Achtelfinale. Und das war sicher nicht sein letztes Spiel. Aber wir werden uns diese Woche noch sehen, dann kann ich sein Ergebnis nachreichen.

Parallel dazu traf Condo auf Bird. Hier setzt ergerade wieder zu einem seiner weichen Careaux an.


Dann war endlich ausgelost und es gab eine Neuheit: ab sofort gab es in der Division 2 keine Poules mehr, wie sonst immer üblich, sonder KO-Runden. Unsere Gegener waren Ad und Jo, beides junge Spieler, gegen die wir jede Woche mehrfach spielen. Das bedeutet, man kennt sich. Diesmal spielten wir auf Platz 2 ohne Dach und beim Stand von 4:3 für uns kam der nächste Schauer.

Alle flüchteten unter das einzige Zeltdach, um Schutz zu finden. Nach 10 Minuten war der Spuk vorbei. Aber bei uns klappte auf dem überfluteten Platz gar nichts mehr. Beim Schießen blieben mir die nassen Kugeln vielfach in der Hand hängen. Wir drehten, aber das half auch nichts. Es blieb bei den 4 trockenen Punkten von uns. Insgesamt eine ernüchternde Bilanz: 3 Spiele, 3 Niederlage, Aus. So war ich diesmal um 18 Uhr statt, wie beim letzten Turnier, um 24 Uhr zu Hause.

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