Bronze beim Valentinstag-Turnier 2019

Valentine wird in Thailand mehr gefeiert als in Deutschland. Natürlich steht auch hier der Kommerz im Vordergrund. Aber für die Boulespieler ist es der Termin für ein einzigartiges Turnier. Einmal im Jahr spielen die Männer, die fast täglich mit den Kugeln unterwegs sind, mit ihren Frauen. Und so sieht man einige Frauen wenigstens einmal im Jahr wieder.
Gestern musste das Turnier auf 24 Teams limitiert werden – es gab einfach nicht mehr Plätze bei Froggy. Mit dabei auch Dominique Usai, der mit seiner Schwester spielte. Sibille und Klaus aus Berlin waren zwar rechtzeitig da, verpassten aber, sich einzuschreiben (die meisten taten das schon im Vorfeld um sicher dabei zu sein) und konnten so nicht am Turnier teilnehmen.


Um 14:30 Uhr bei satten 36° ging’s los – 3 Runden frei ausgelost und von den 24 qualifizierten sich 8 für die Finalrunde.
Unser erster Gegner waren Alain und seine Frau Nee. Beides typische Rugeler-Leger, die gerne auf ganz lange Distanz spielen. Ruckzuck stand es 0:6, vor allem weil Jaev auf dem Platz plötzlich Hochportées versuchte, die meist versprangen. Aber sie stellte um, ich gewöhnte mich an die Länge und am Ende siegten wir mit 11:9. Das zweite Spiel war fast ein Freilos, wir mussten auf dem Parkplatz spielen, sehr anspruchsvoll und für unseren Gegner zu schwer. Ergebnis 11:1. Den einen Punkt habe ich ihnen geschenkt, weil bei einem Schuss für 4 die Sau sich zu ihren Gunsten bewegte.
Der dritte Gegner war eine harte Nuss. Er legte und Schoss wie der Teufel, aber seine Frau hatte Probleme auf dem schwierigen Terrain. Trotzdem stand es wieder 0:6 und am Ende 11:8 für uns.
Damit waren wir als viertbestes Team unter den letzten acht und spielten gegen das Team auf Platz 5. Das waren Bruno und Nadja. Die beiden haben nichts miteinander zu tun, sind aber männlich und weiblich und damit startberechtigt. Sie haben zwar beide auch Partner, aber mit denen rechneten sie sich keine Chance aus. Bruno ist ein guter Tireur, der aber noch viel besser legt. Seine Partnerin glaubt, sie sei eine gute Schießerin und legt notgedrungen gut, wenn sie muss.


Erste Aufnahme gleich 0:3. Aber das war es dann auch. Endstand 13:3. In den drei letzten Aufnahmen konnte ich jeweils mit meinen letzten Kugeln Punkte für den Gegner verhindern.
Im Halbfinale kamen wir gegen Noom und seine Frau, dem einzigen Thai-Team, das sich das hohe Startgeld leisten konnte. Noom ist einer der besten Tireure und alle Gegner bis zum Halbfinale erreichten max. 4 Punkte. Unser Spiel war hochinteressant und sehr schnell.  Wir gingen 5:0 in Führung. Dann eine krottenschlechte Aufnahme, 5:5. Jaev schaffte es nicht den Tireur dreimal zum Schießen zu bringen. Also drehten wir und nach der nächsten Aufnahme stand es 11 beide. Ich schaffe es, dem Tireur zwei Kugeln zu ziehen, liege auf zwei und Jaev hat noch eine, die auf Platz 3 kommen muss, gut 1,2 m Platz. Aber sie legt hinten raus. Schuss – Schluss. Diese beiden gewinnen dann übrigens das Turnier locker mit 13:1.

Wir spielen noch um Platz 3 und 4 gegen den Gewinner vom letzten Jahr. Endstand 13:8 und wieder wie 2018 der 3. Platz.

Nach einem großen Buffet dann die Siegerehrung.

Die nahm Bruno vor, der auch den ganzen tag über das Turnier geleitet hat. Dankeschön!

Platz 1 Noom und seine Frau – alle 6 Spiele gewonnen.
Platz 2 Dédé und seine Frau – 5 Spiele gewonnen.Platz 3 Klaus und Jaev – 5 Spiele gewonnen.Platz 9 Claudia und Jürgen aus Köln.

Ich war zufrieden mit meiner Leistung und natürlich auch von Jaevs. Die Bescherung war reichlich und zufrieden konnten wir nach Hause fahren. Bis zum nächsten Valentine-Turnier!

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