Mangostan, Rambutan & Co.

Jetzt ist hier Hochsaison für Mangut (Mangostane), Ngo (Rambutan), Durian, Longkong und Litschi. Die Erzeuger kommen aus dem Umland mit ihren vollbeladenen Pick-ups und verkaufen ihre süße Ladung am Straßenrand. Oft kehre ich deshalb von meiner Radtour mit kiloschwerer (süßer) Last zurück.

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Longkong
Die Longkong-Frucht ähnelt den Litchis, stammt ursprünglich aus Malaysia und ist in Deutschland kaum bekannt.

810_Longon_Teller_seitDie Thais mögen ihre „Thai-Longkong” jedoch sehr. Die Frucht hat eine braune oder beige Schale und ist in kleine Fruchtsegmente unterteilt. Sie schmeckt süß-sauer oder für mich eher süß-herb. Longkongs wachsen typischerweise in Büscheln von 6-20 Früchten.

800_Longkan_KinderDie einzelnen Früchte haben einen Durchmesser von ca. 3 bis 5 cm. Hier werden sie am Straßenrand von zwei Mädchen verkauft.

Durian
„König der Früchte” ist nur eine Bezeichnung dieser Frucht, an der sich immer wieder die Geister scheiden. Entweder man mag sie, oder man mag ihn nicht und dann kann sie, im wahrsten Sinne des Wortes, nicht riechen. Denn der Durian stinkt und an vielen Hotels hängt an der Eingangstür ein Schild, das das mitbringen der Durian verbietet.

850_Ananas_DurianDas Fruchtfleisch ist sehr cremig und der Geruch des Durian hat nichts mit seinem Geschmack zu tun. Der Geschmack ist wie süßer, butterähnlicher Vanillepudding, gewürzt mit Mandeln und Sherry – zugegeben, der Satz stammt nicht von mir, denn ich mag Durian (bis jetzt) noch nicht.

Mangostane
Die oft „Königin der Thai-Früchte” genannte Mangostane  ist auch meine Lieblingsfrucht – eine süße Mischung aus Litschis und Mango und wächst hauptsächlich in Süd-Thailand, also quasi vor der Haustür.

830_Mangut_TellerwwDie dunkelviolette, harte Schale läßt sich leicht mit den Händen am „Äquator” in zwei Hälften aufbrechen. Das  elfenbeinfarbene Fruchtfleisch hat verschiedenen Segmenten und mit einer Gabel lassen sich die Früchte leicht entnehmen. Das Fruchtfleisch hat einen relativ hohen Wasseranteil und die Fruchtstücke enthalten lange, flache Samen, die man mitverzehren kann. Mangostanen sind kein Obst, an dem man sich leicht Sattessen könnte – man genießt diese exotische Frucht wie eine Delikatesse, immer und immer wieder.

830_Mangut_AutoPreisIch habe die Früchte auch bei uns in Deutschland entdeckt, meist als 4er-Pack zu einem Preis zwischen 1,50 und 2 Euro. Wie das Schild zeigt, erhält man hier für das gleiche Geld 5 bis 7 Kilo.

Litchis
Sie gehören ebenfalls zu den erlesenen Früchten, nicht nur in Thailand. Was in Deutschland angeboten wird, kommt allerdings fast immer aus Madagaskar. Der Geschmack des Fruchtfleisches der rötlich bis braunen Frucht ist eine harmonische Kombination mit einer süßen und einer säuerlichen Geschmackskomponente.

820_Litschi_Bund_EiDa den Thailändern die Litschis zuerst zu sauer waren, haben sie eine eigene, wesentlich süßere Sorte gezüchtet, die auch größer ist – fast eigroß. Auch werden hier die Litschis immer mit Zweigen verkauft. Von den Zweigen gelöst, fangen Litchis sehr schnell an, schlecht zu werden. Übrigens – die traditionelle asiatische Heimat des Litchi-Baumes ist China.

Rambutan
Die etwa aprikosengroßen Rambutan sehen fast furchterregend aus wegen der vielen (superweichen) Stacheln.

840_Ngo_AutoDer Kern ist den Litchi-Früchten optisch ähnlich. Im Vergleich zu den Litchis fehlt den Rambutanen aber die säuerliche Note. Nach dem Öffnen kann man ein wohlschmeckendes Fruchtfleisch genießen.

840_Ngo_Teller_MacroRambutanen gehören zu den bevorzugten exotischen Früchten der Thais, wachsen in vielen kleineren Gärten und sind zur Zeit sehr preiswert auf jedem lokalem Markt und Straßenstand zu finden – je nach Angebot 4 bis 6 Kilo für 100 Baht (ca. 1,25 Euro)!

Zum Schluss noch eine schöne Neuheit aus dem Garten: die ersten Papayas wachsen bestens heran und ich denke, nächsten Monat ist die erste reif – und dann (hoffentlich) alle 14 Tage wieder eine!

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