Alle 5 Jhre wieder: neuer Führerschein

Heute ein kleines Erlebnis, typisch Thailand. Wenn man hier etwas offiziell erledigen muss, dann zieht man sich erst einmal schön an. Dann geht man mit möglichst vielen Mitgliedern der Familie zur Bank, ins Krankenhaus, zu einer Behörde. Da das alle so machen, sind an solchen Orten immer viele Menschen versammelt.
Jetzt hat es sich ergeben, dass an meinem Geburtstag, dem 28.11. mein Führerschein abgelaufen ist. Der Führerschein ist in Thailand gleich zu setzen mit einem Personalausweis. Für mich heißt das, dass ich nicht immer bei jedem Geldwechsel meinen Reisepass mitnehmen muss. Sogar Flüge innerhalb Thailands kann ich mit diesem Dokument tätigen.
In der Zwischenzeit habe ich ja schon etwas Erfahrung, was den Umgang mit Behörden betrifft. Deshalb bin ich schon am 24. November zu dem Amt für die Ausgabe der Fahrerlaubnis gegangen, um nachzufragen, welche Dokumente ich brauche zur Verlängerung. Nach etwa einer Stunde Wartezeit drückte mir die Beamtin einen Zettel in die Hand, auf dem ich nachlesen konnte, welche Dokumente ich besorgen muss. Das sind drei Dinge: ein Attest von einem Arzt, der mir bescheinigt, dass ich fahrtüchtig bin. Dann von der Einwanderungsbehörde ein Dokument, das bescheinigt, dass ich ordnungsgemäß angemeldet hier lebe – in dem Haus, das ich bezahlt habe, meiner Frau gehört und ich keinerlei Rechte darauf oder darin habe. Dann von meinem Pass 10 Seiten Fotokopien mit allen Eintragungen, Stempeln, Visas – und bitte alles mit Unterschrift darauf. Ich denke, ich habe seit ich hier bin, mindestens 1000 Fotokopien mit meiner Unterschrift bestätigt. Und das, obwohl alles digital vorhanden ist. Wenn wir in Deutschland wären, würde ich sagen, mit dem Papier der Millionen von Fotokopien können sich die Behörden die Büros heizen. In Thailand nehmen sie das Papier zur persönlichen Beschattung: einfach ein paar Seiten über den Kopf halten, wenn mann mal raus muss aus der klimatisierten Stube.
Zurück zum Punkt 1: Ärztliches Attest. Ich finde es ja sehr positiv, dass man hier alle 5 Jahre den Führerschein neu machen muss oder zumindest mit einigen Prüfungen ihn verlängern kann.
Ein Freund von mir hat mir eine Adresse gegeben, mit dem Hinweis, dass man da das ärztliche Attest billig bekommt. Beim ersten Anlauf gestern hat es nicht geklappt: Öffnungszeiten von 9:30 bis 12 Uhr und dann wieder ab 17 Uhr. Ich stand um 14 Uhr vor verschlossener Tür. Noch so ein kleiner Hinweis, wie hier alles/vieles passiert. Ich hatte mir im Internet die Adresse rausgesucht. Als ich dann dort war, schien mir die Apotheke 10 m davor das gesuchte Objekt. Da ich nicht ganz sicher war, fragte ich den Apotheker nach dem Namen des Arztes. Er kannte ihn natürlich nicht – als Nachbar. jetzt könnte es ja sein, dass ich den Namen eine Nuance falsch betont habe, Keine Chance in Thailand, dann das gesuchte zu finden. Oder er hatte einfach keine Lust, einem Ausländer zu sagen, dass das Gesuchte sein Nachbar ist. Ich habe es dann selbst entdeckt und eben die Öffnungszeiten gesehen.
Heute der zweite Anlauf. Da meine Bein-Verbindungs-Maßnahmen wieder sehr lange gedauert haben – oder weil meine Frau eben einfach zu spät war – musste ich wieder Termine jonglieren. Also zuerst der Arzt. Kurz nach 11 waren wir da. Schuhe ausziehen, mit freundlichem Gruß an den Empfang, die Bitte nach einem Attest vortragen. Ich war noch nie da, also erst ein Formular ausfüllen. Ist ja normal, man hat ja keine Krankenkasse-Chip-Karte hier. Dann durfte ich wieder Platz nehmen. Als nächstes musste ich mein Gewicht und meine Körpergröße angeben – Kontrolle per Augenschein. Dann kam der Test. Auf einer Tafel musste ich 6 Zahlen erkennen und dann noch den Unterschied zwischen grün und rot. Gott sei Dank bin ich nicht farbenblind!
Attest bestanden, Kosten 200 Baht (5,60 Euro). Dokument fein gerollt mit Gummiring erhalten.
Jetz war noch 33 Minuten Zeit zur Emigration zu fahren für das dortige Zertifikat. 5 vor zwölf war ich im Büro und die Schalter waren schon geschlossen. Hatte ich auch nicht anders erwartet – Essen ist eine heilige Angelegenheit hier. Aber eine der ehrenamtlichen ausländischen Hilfen, die man immer zuerst besuchen muss, erbarmte sich trotzdem noch meiner. Sie holte mir die entsprechenden Formulare und erklärte mir, dass meine Frau als Hauseigentümerin die ausfüllen muss. Das haben wir dann draußen auch gemacht, aber wenn ein Thai nicht mindesten 3 Freunde hat, die beim Ausfüllen eines Formulares helfen, wird das nichts. Höhepunkte waren, als sie mich fragte, wann wir nach Thailand kamen und wie alt sie sei.
Jetzt war es Zeit, etwas zu essen, auch für mich. Es gibt in Phuket bestimmt 1000 Restaurants, aber dank meiner Frau kenne ich nur 10. Das sind die, die irgend etwas mit der Familie zu tun haben.
Kurz nach 13 Uhr waren wir wieder auf der Einwanderungsbehörde. Zwei Helfer und eine Schlange vor den beiden Helfer-Schaltern erwarteten uns. Links eine Frau, rechts ein Mann. Links hörte ich, dass sie sich auf französisch unterhielt. Also stellte ich mich links an, War eine gute Wahl! Erst mal erklärte sie mir, dass mir ihre Kollegin um 12 Uhr die falschen Formulare zum Ausfüllen gegeben hat und zweitens, dass alles was meine Frau mühsam ausgefüllt hat, für die Katz war.
Meine Kopien waren OK, alle unterschrieben; ich bekam die Nummer D52 und durfte im Warteraum Platz nehmen. Aktuell war gerade D42 dran. Jaev beschäftigte sich mit ihrem Handy, ich beobachtete die Szene. Die Aufrufe Waren für Rückreiseerlaubnisse, 90-Tage-Bestätigungen, Wohnungsbestätigungen. Nach gut 45 Minuten war D42  dran, ich ging zum Schalter 7, bezahlte 300 Baht und durfte wieder Platz nehmen im Warteraum. Da saßen wir wieder – Jaev am Handy und ich am Beobachten. Mindestens 90 % aller Aufgerufenen waren Russen. Sie kommen alle nach Thailand, um nicht von Putin einberufen zu werden. Mit Frau, mit Kindern, mit Oma – in Thailand ist es besser als ein Soldat zu sein in der Ukraine.
Nach 35 Minuten Passport Russia kam zweimal irgend etwas mit Passport??, was ich nicht verstand. Ich weiß. dass hier niemand meinen Namen aussprechen kann und bin deshalb besonders hinhörend. Ich stand auf und wollte mich erkundigen, ob die beiden Aufrufe mit galten. In dem Moment hörte ich aus dem Lautsprecher: Passport Yöraman Mister Kau Andeas. Das hat gereicht, ich erkannte mich, holte meinen Pass und das Dokument und wir konnten endlich zur Führerschein-Ausgabestelle fahren.
All diese Ämter sin Gott sei dank im Umkreis von 1 km angeordnet. Langer Rede kurzer Sinn: 20 Minuten Schlange stehen, alle vorgelegten Dokumente korrekt, nächster Termin 6. Februar. Bis dahin muss ich führerscheinlos fahren in Thailand.
Dann muss ich nachweisen ob ich die Ampelfarben unterscheiden kann. Beim nächsten Test dann geprüft, ob die Reaktionsschnelligkeit auf die Ampelfarben noch stimmt. Vielleicht haben sie sich in den letzten fünf Jahren noch etwas neues ausgedacht.
Ach ja, etwas neues gibt es: ich muss mir im Internet einen eistündigen Online-Kurs ansehen!

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4. Asienmeisterschaft – Der Tag der Medaillen und Pokale

Der Schlusstag einer Meisterschaft hat oft die wenigsten Programmpunkte aber die größten Emotionen. So war das auch heute. Auf dem Programm standen: Finale für Nation Cup Und Asian Cup Halbfinale und Finale, Medaillenceremonie und nach einer kurzen Pause im Hotel der Gala-Abend.
Ich werde mich hier auf das wichtigste beschränken: den Asien-Cup, d.h. die Asien-Meisterschaft. Und die wurde heute eigentlich nur von vier Nationen ausgetragen, nach dem ABC: Cambodia, Malaysia, Thailand und Vietnam.

Dazu muss ich noch sagen, dass der Ausrichter Thailand zwei Teams stellen konnte und der Sieger bei der letzten Meisterschaft bei der Jugend und den Männern ebenfalls, nämlich Cambodja, ebenfalls. Deshalb mussten bei den Halbfinals die thailändischen Teams der Jugend und der Männer gegeneinander antreten. Bei den Kleinen siegte A, bei den Großen B. Das bedeutet, die Stars um Jack und Condo schafften es nicht ins Finale: 5:13.

Auch Camboja hatte ein Halbfinale A gegen B. Da siegte A 13 zu 3 über B.


Stenogramm des Finales Jugend Thailand : Malaysia:
3.0 · 3:1 · 3:2 · 5:2 · 8:2 · 9:2 · 13:2


Stenogramm des Finales Frauen Thailand : Cambodia:
2.0 · 5:0 · 5:1 · 9:1 · 12:1 · 13:1

Stenogramm des Finales Männer Thailand : Cambodia:
0:4 · 0:5 · 1:5 · 3:5 · 3:6 · 3:8 · 3:11 -:- · 3:12 · 6:12 · -:- 6:13

Die Siegerehrung und Medaillenübergabe begann fast eine Stunde zu spät – dank der guten Organisation des Ausrichters.

Ich hatte die Chance, die Objektze der Begierde schon vorher fotografieren zu dürfen.


Überreicht wurden die Medaillen von Claude Azema, Präsident FIPJP, dem thailändischen Präsidenten und dem Vizepräsidenten und dem Tresorier des asiatischen Verbandes. Diese lange Ansage mit den kompletten Titeln und Funktionen machte die Sprecherin vor jeder Vergabe einer Medaillenkategorie.


Triplette Jugend:
Gold: Thailand A – Silber: Malaysia, der Platz blieb leer Bronze: Thailand B und Cambodia B. Aus welchem Grund Malaysia die Zeremonie ignorierte, konnte ich nicht in Erfahrung bringen.

Triplette Frauen:
Gold: Thailand A – Silber: Cambodia, Bronze: Thailand B und Vietnam
Triplette Männer:

Gold: Cambodia A – Silber: Thailand B, Bronze: Thailand A und Cambodia B

Tir Jugend:
Gold: Cambodia – Silber: Vietnam – Bronze: Thailand und Malaysia

Tir Frauen:
Gold: Vietnam – Silber: Cambodia – Bronze: Thailand und Malaysia

Tir Männer:
Gold: Cambodia – Silber: Thailand – Bronze: Thailand und Malaysia


Die Überraschung Japan hatte wohl niemand erwartet, deshalb die Schieflage und doppelte Größe bei der Hissung der Flaggen.

Zum Schluss die persönlichen Blickfänge des Tages.Die sympathische Schiedsrichtrein aus Vietnam trägt eine eigens gefertigte Maske. Weil ich das so toll gefunden habe, hat sie mir später 5 geschenkt, Wer so ein Unikat möchte, muss mir nur eine Mail schicken. Die ersten vier erhalten dieses Unikat.

Auch die Polizei fotografierte eifrig, aber mal kein Straftäter sondern Pétanque-Stars

Diese beiden Schwesteraus dem Team B der thailändischen Jugend waren immer zu Scherzen aufgelegt.

Kameramann und Regisseur– der zweiten dirigierte den ersten per Hand.

Soweit die sportliche Seite der 4. Asien Meisterschaft Pétanque. Dann wurden alle zurück gekarrt ins Hotel um eine Stunde später wieder von den Bussen zurück gebracht zu werden. Letzter Programmpunkt: Gala-Abend mit Dinner, Pokalübergabe, viel Musik und Klamauk.

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4. Asienmeisterschaft – schwarzer Tag für Team Thailand

Der heutige Tag begann mit den Qualifikationsrunden 3 und 4 für Jugend, Frauen, Männer. Hier ein Foto von Thailand B (3 Mädchen, ein Junge). auf dem die Thailänderin ein lupenreines Carreau schießt.


Auch die Herren setzten sich mit 13:5 klar gegen Cambodja durch.

Dieses Bild zeigt Tireur Condo in ungewhnter Position.

Danach gab es erst mal ein kräftigendes Mittagessen.


Wo gegessen wird, muss zuerst gekocht werden. Die „Küche” für die Zubereitung der Speisen ist ein Zelt, das neben dem Gebäude steht. Kaum zu glauben, was hier auf engstem Raum mittags und abends für Köstlichkeiten entstehen für rund 150 Menschen.

Wo gegessen wird, muss aber auch gespült werden. Auch dafür gibt es Zelt im Hof und natürlich fleißige HelferInnen.
Um 13:45 wurden die Semifinale im Tir de Précission angepfiffen. Nacheinander zeigten Jugend, Frauen und Männer ihre Treffsicherheit. Für Thailand schaffte nur Superstar Jack den Sprung in das jeweils anschließende Finale. Bei der Jugend siegte Cambodja gegen Vietnam, bei den Frauen drehte Vietnam den Spieß um und holte Gold vor Cambodja.

Alle thailändischen Hoffnungen ruhten nun auf Jack. Und es war ein tolles Finale gegen Cambodja. Deshalb habe mir die Mühe gemacht, die einzelnen Wertungen mitzuschreiben.

Der Große Gewinner beim Tir Cambodja mit 2 Gold- und 1 Sibermedaille, Vietnam 1 Gold und 1 Silbermedaille. Von den großen 3 in Asien bleibt diesmal für Thailand  nur 1 Silbermedaille.
Danach ging es weiter mit dem Viertelfinale des Asiencup und im Nationen Cup wurde gespielt bis zum Semifinale. Darüber morgen mehr.

Dafür jetzt noch drei Fotos von speziellen Eindrücken. Auf jedem großen Turnier gibt es ja die Kugelverkäufer. In Thailand ist der bekannteste Monchai mit seinem Marthon-Mobil.

Der thailändische internationale Schiri Narong trägt ein Shirt mit dem Aufdruck DEUTSCHLAND.

Hier werden schon die Luftballons für die morgige Siegerehrung vorbereitet.

Jaev bekam heute Besuch von ihrem Sohn mit seiner Freundin, der in Bangkok lebt. Das freute sie besonders, wie man sehen kann.

Und zum Schluss noch ein aktueller Blick durch das Hotelfenster.

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4. Asienmeisterschaft – Tir de Précission


Heute ging es den ganzen Tag ums Schießen – nur unterbrochen durch die Eröffnungszeremonie.

Ab 8:30 Uhr wurde auf 4 Bahnen die Qualifikationsrunde ausgetragen für die Jugend, die Frauen und die Männer. Das ging bis zum Mittagessen. Danach kam die zweite Runde oder die Chance für die nicht direkt qualifizierten, sich doch noch unter die letzten 8 zu schießen.


Fast pünktlich um 15 Uhr dann die Eröffnungszeremonie, man könnte fast sagen kurz und bündig. Das schöne daran, es ging um die Spielerinnen und Spieler, die wurden schön präsentiert. Ans Rednerpult traten nur drei Leute, die niemanden mit Langatmigem langweilten.


Zum Einmarsch und zur Präsentation nur drei Fotos. Die kleinste Delegation: Kyrgystan als Ein-Mann-Show.

Die größte Delegation am Ende: Gastgeber Thailand mit Phusa-at als neuem Teamchef.


Die besondere Delegation: Die drei Iranerinnen, vorschriftsmäßig gekleidet mit schwarzer Burka.


Der thailändische Präsident eröffnete den Reigen und hieß alle in Bangkok willkommen. 36 Teams aus 16 Nationen waren angereist, um in sportlichem Wettkampf die Meister zu suchen.

Die Generalsekretärin des asiatischen Verbandes Nong, ebenfalls aus Thailand, betonte vor allem, wie wichtig solche Begegnungen für die Entwicklung des Sportes und die Freundschaft untereinander sind. Das Motto der Veranstaltung lautet ja: Memorable Friendship! Dritter im Bunde war dann Claude Azema, der in seiner Funktion als Präsident des Weltverbandes den Ausrichter Thailand für die Ausrichtung und Organisation lobte und den Sportlern viel Erfolg wünschte. r sagte, dass weltweit Thailand die Nummer 1 der Ausrichter von großen Pétanque-Events ist, die allen in Erinnerung bleiben.


Dann wurde noch der Tresorier des Verbandes auf die Bühne gerufen und die Moderatorin begleitete die e zu einer großen Boulkugel, die in der Bühnenmitte aufgebaut war. Sie rief alle Anwesenden zu einem Countdown von 3 ab auf und bei Null sollten die 4 jeder eine Hand auf die Kugel legen. In diesem Moment zündete ein tolles Konfetti-Feuerwerk und das war auch schon der optische Höhepunkt und das Finale der Zeremonie.


Dass alles so flott ging lag auch an der gewichtigen Sprecherin, die flott und mit viel Engagement und Spaß durchs Programm führte.
Danach kam das Viertelfinale der drei Gruppen. Zum ersten Mal wurde gegeneinander geschossen und man konnte genau sehen, wie und wann bei manchen SchießerInnen die Nerven blank lagen. Bei der Jugend Cambodja gegen Chinese Taipei stand es vor vor dem Sauschuss 19:24 gegen Cambodja. Aber der Junge traf bei 9 Metern: 24:24. Das Reglement hat dafür eine Regel, aber hier mussten die beiden Teams 5 Minuten warten, bis die beiden internationalen und die 4 asiatischen Schiedsrichter – nach heftiger Suche im Internet auf dem Handy – die beiden Tireure zur 7-Meter-Runde riefen. Fand ich etwas blamabel.


Noch zwei kurze Anmerkungen zum Schießen. Leid hat mir die junge Frau aus Indien getan, die in der ganzen Quali keine einzige Kugel traf. Nur einmal gab es einen Treffer bei den 3 nebeneinanderliegenden Kugeln, Leider auf die falsche.


Ein Genuss dagegen war es. der mehrfachen Weltmeisterin Nok aus Thailand zuzuschauen, Auch wenn sie heute nicht ihren besten Tag hatte und in die Hoffnungsrunde musste. Aber jetzt steht sie im morgen Halbfinale. Die 3 Fotos zeigen schön die Phasen beim Schießen: Konzentration, Schwung holen, Schuss.


Auch die Turnierleitung soll einmal gezeigt werden. Sie hat ihren Platz zentral auf der Bühne in der Halle und arbeitet gut und effektiv.

Zwei der ganz wichtigen Personen: Nong die alle fäden fest in der Hand hält und Alex, der internationale Arbitre aus Taiwan, der das Schiriteam „befehligt”


Nach dem Abendessen gab es noch die beiden ersten von 4 Qualirunden für die weiteren 3 Meisterschaften, die noch anstehen: Triplett Jugend, Frauen und Männer. Und um 8:30 geht es morgen weiter. Da ich im Hotelzimmer im 14. Stock keinen Internet-Empfang habe, und das in Thailand, kann ich immer erst am frühen Morgen in der Rezeption mich einloggen um zu berichten.

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4. Asienmeisterschaft in Bangkok

Heute melde ich mich mal wieder aus Bangkok. Dort finden vom 10. bis 14. November die 4. Asienmeisterschaften Pétanque statt. Nong, die Generalsekretärin des asiatischen Verbandes und die große Organisatorin im Thailändischen Verband, hatte mich angerufen und gefragt, ob ich Interesse habe, als Gast mit dabei zu sein. Der Einladung bin ich gerne gefolgt, zumal auch Claude Azema und andere alte Bekannte mit dabei sind. Nong kenne ich jetzt seit 23 Jahren. Sie war bei der Weltmeisterschaft 1999 in Phuket Sprecherin und Übersetzerin für französisch. Sie war auch, neben Claude, einer der Ehrengäste bei meinem Abschiedsturnier 2013 in Düsseldorf.

Kein Witz, alle untergebracht sind wir im Hotel Witz. Dort war auch die Akkreditierung und da gab es auch gleich ein Problem. Die Bezahlung für Hotel und Verpflegung musste in Dollar erfolgen. Da half weder Visa- noch thailändische Bankkarte. In einem rund 800 m entfernten Supermarkt soll es Bankfilialen geben. Also machten wir uns auf die Socken. Die Filialen im Untergeschoss waren schnell gefunden, aber dort  Dollars zu finden war unmöglich. Sicherheitshalber versorgte ich mich am Bankautomaten mit der entssprechenen Summe in Thai Baht als eventuelles Deposit.  Jaev, die ja mal in Bangkok in dieser Ecke auf der Uni war, kannte ein großes Kaufhaus mit Bankfilialen. Brauchten wir nur noch ein Taxi, das vierte hielt, und nach 20 Minuten und vielen Staus waren wir in dem riesigen Warenhaus. Die Banken sind hier in der 3. Etage angesiedelt. Als erstes versuchten wir es bei unsere Hausbank – keine Dollars. Aber ein hilfreicher Mensch zeigte uns eine kleine private Wechselstube und da bekamen wir unsere 300 Dollar.
Zurück ins Hotel. Die Fahrt war doppelt so lang und doppelt so teuer wie der Hinweg, weil der schlaue Taxifahrer einen Umweg fuhr. So sind sie halt, mit nicht Einheimischen kann man so leicht Geld verdienen. Dafür fallen die Taxikosten ganz anders als in Deutschland. Die halbstündige Fahrt von rund 20 km kostete 2,65 Euro.
Jetzt bekamen wir unsere Badges, das Hotelzimmer und mussten uns beeilen, denn die Doppeldeckerbusse zur Fahrt zur „Pétanque Development Foundation“, dem Veranstaltungsort, warteten schon. Wir habe ein Zimmer in der 14 Etage mit tollem Blick auf die Skyline im Hintergrund. Der Vordergrund ist weniger einladend.


Die Fahrt war anenteuerlich. Der Bus musste an zwei U-Turns die Fahrtrichtung wechseln und das im Feierabendverkehr in Bangkok. Die 4-spurigen Straßen mit dem betonierten Mittelstreifen sind zwar breit, aber der Bus musste immervzweimal zurücksetzen, um die Kurve zu schaffen. Da steht dann alles still, nur die Mopedartisten preschen immer noch durch die kleinste Lücke.

Die letzte Kurve vor dem Spielgelände war dann so eng, dass er trotz mehreren Versuchen nicht durchkam. Die Alternative war nach links abzubiegen und dann Rückwärts die letzten 100 m. Gedacht – getan. Nur hatte der Fahrer nicht mit den tiefhängenden Telefonleitungen gerechnet. Es krachte kurz und Kabel flogen links und rechts neben dem Bus auf den Boden. Da gab es an dem Abend für einige kein Internet und Telefon! Aber weitere Kabel hatten sich in dem Aufbau auf dem Busdach verfangen. Schnell kam Hilfe: ein Pickup, eine lange Stange und ein Helfer befreiten den im Kabelsalat hängende Bus. Wir waren da.


Den ersten Bekannten den wir auf dem Platz trafen war Condo, der Weltmeister und Superstar aus Phuket.Man war schon kräftig dabei, sich eizuspielen.

Auf der Bühne an der Stirnseite wurde noch Hand angelegt und das Großplakat befestigt.

Jaev wurde gleich von einer Japanerin begrüßt, mit der sie sich bei vergangenen Veranstaltungen angefreundet hatte. Und sie bekam natürlich gleich ein Geschenkchen – ist jetzt ihre neue Handytasche.


Über die Foundation werde ich später noch berichten, ich brauche dazu erst noch Infos. Ein großer Platz ist überdacht, da waren schon die Stationen für die Quali Tir am nächsten morgen aufgebaut. Auf dem zweiten steht auf einer Hälfte ein großes Zelt (Foto ganz oben) …


… und für die Meisterschaft sind für die 16 Nationen Zelte aufgebaut als Ruheräume oder für Besprechungen.

Ich traf dann auch einen alten Bekannten, Churin ist Generalsekretär des Thai-Verbandes und wir haben uns bestimmt auf über 20 internationalen Events getroffen.


Letzter Tagesordnungspunkt: das Welcome-Dinner. Gleich am Eingang ein großes Portrait der Königsmutter, der der thailändische Verband (fast) alles zu Verdanken hat und die bis ins hohe Alter begeisterte Spielerin war. Das Dinner war, wie in Thailand üblich, hervorragend. Die Spieler verteilten sich auf drei Räume und konnten sich an zwei großen Buffets bedienen.

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Soziales Engagement im Rege

oder – wenn der gute Wille quasi im Wasser ertrinkt.

Phuket endet im Süden mit zwei großen Halbinseln im Meer. Der südlichste Teil ist Cape Phrom Thep –  der Ort,an dem sich jeden Abend die Touristen einfinden, um den wunderschönen Sonnenuntergang zu bestaunen. Ca. 5 km kürzer ist Cape Panwa, liegt rund 12 km östlich in der großen Bucht der Andaman Sea. Zwischen den beiden Zipfeln liegt noch die Insel Ko Lon. Auf Ao Makham, wie die ganze Halbinsel heißt, gibt es schöne Hotels, das bekannte Phuket Aquarium, ein Marinestützpunkt, das Tsunami Memorial Football Centre,  eine hand voll Moscheen, denn dieser Teil Phukets ist überwiegend muslimisch. Natürlich gibt es auch Schulen und in einer von ihnen, der Banaonambor School wurde heute ein großes Turnier ausgetragen. Zur Fotogalerie.


Warum gerade in dieser Schule? Die Schule braucht dringend Geld für Anschaffungen. Die Boulespieler unterstützen mit dem Startgeld, das die Einschreibung bringt, die Schule. Sie verzichten auf die Preisgelder und die Gewinner sind zufrieden mit Pokalen.

Für das leibliche wohl der Spieler, was ja in Thailand besonders wichtig ist und immer in der Einschreibung inbegriffen, sorgen die Frauen der Spieler. Und sie hatten, wie man sehen kann, ihren Spaß dabei.

Federführend und Organisator ist der Phuket Petank Club von Saphan Hin, wo ich ja auch spiele.


Leider konnte ich nicht teilnehmen, weil ich immer noch mit meinen Beinen Probleme habe, jeden Tag ins Hspital muss zum Verbandwechsel und für eine Infusion. Aber direkt vom Krankenhaus sind wir zum Turnier gefahren.


Dass man helfen will, ist ja eine gute Sache. Dass aber das Wetter heute fast komplett einen Strich durch die Hilfe gemacht hat, ist schade. Die ganze Nacht schüttete es wie aus Kübeln und noch am Vormittag kam jede Stunde ein Regenguss. Erst gegen Mittag – um 1 Uhr sollte es losgehen – setzte der Regen etwas aus. Ich konnte mir gut ausmalen, wie das Terrain aussah. Aber die Thais wissen auch, wie man mit Regen umgeht, denn nicht jeder Platz ist so schön überdacht wie Saphan Hin. Da braucht man auch keine Bouletasche mehr, ein Eimer mit Wasser ist da wichtiger.


Bevor wir Richtung Ao Makham abbogen, fragte Jaev per Telefon noch nach, ob überhaupt gespielt wird. Aber Wasser hält keinen Boulisten ab, seiner Leidenschaft nachzugehen.

Gespielt wurde auf dem Fußballplatz der Schule. Ich staunte nicht schlecht, dass über 50 Teams (Doublette) angetreten waren. Normalerweise wären es sicher doppelt so viele gewesen.

Sogar aus dem über 70 km entfernten PangGna waren ein paar Teams da in den Farben der Ukraine. Eine kleine Bemerkung: das ist ein ganz normales Turnier aaber 90 % aller SpielerInnen treten in einheitlichen Trikots auf. Das ist hier Ehrensache! Der Rest kam von der ganzen Insel, darunter auch zwei Franzosen aber leider kein Deutscher.

Als wir ankamen liefen gerade die letzten Spiele der ersten Poulerunde.

Die Stars saßen schon im Trockenen und warteten auf die Auslosung.Danach ging es weiter mit Division 1 und 2 (so nennt man hier die A- und B-Runde. Ich hatte gerade so viel Zeit, überall Hallo zu sagen, ein paar Fotos zu machen und meine Eindrücke festzuhalten – da kam auch schon wieder die nächste graue Wand auf uns zu.
Wir machten uns auf den Heimweg und ich setzte mich gleich an den PC um diesen Bericht zu schreiben und eine interessante Fotogalerie zu integrieren, so wie diese Expertenbank.


Stefan hat sich diese Woche schon beschwert: Ich finde übrigens, dass du mal wieder einen Artikel auf deiner Homepage bringen könntest! Ich lese die nämlich immer gern!  Stephan – wenn ich wieder topfit bin, werde ich wieder wie früher berichten.

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